Aktualisiert am:02.09.2010

Einiges über die Martinsgemeinde

Die Anfänge der Evanglisch-Lutherischen Martinsgemeinde in Angermünde gehen zurück auf die Entstehung der Evangelisch-Lutherischen (altlutherischen) Kirche in Preußen nach 1817. König Friedrich Wilhem III hatte eine Zusammenführung (Union) der reformierten und der lutherischen Kirche in seinem Land angeordnet. Der konnten viele Lutheraner aus Gewissensgründen nicht beitreten. Sie gründeten eigene Gemeinden. Eine ähnliche Entwicklung gab es im 19. Jahrhundert auch in anderen deutsMartinskirche - innenchen Territorien. Mehr dazu erfahren Sie hier.

In und um Angermünde fanden sich Lutheraner schon in den 1820er Jahren zu Gottesdiensten und Bibelstunden zusammen. Über das genaue Gründungsdatum der Martinsgemeinde gibt es keine zuverlässigen Angaben. Das erste Kirchenbuch wurde 1838 angelegt. 1841 wurde Angermünde Pfarrort der Altlutherischen Kirche, und 1848 bekam Martinsgemeinde einen eigenen Seelsorger. Die Martinskirche wurde im Dezember 1854 eingeweiht.

Evangelisch-Lutherische Kirche in FredersdorfZum Pfarrbezirk der Martinsgemeinde gehört auch Fredersdorf (Uckermark). Die altlutherische Gemeinde entstand dort etwa zur gleichen Zeit. Ihre Kirche wurde bereits 1851 gebaut und eingeweiht.

Die Martinsgemeinde mit ihren Gottesdienstorten gehört zum Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Wir bekennen uns zur Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testamentes als Gottes Offenbarung und sein unverbrüchliches Wort an uns Menschen. Wir leben als Christen aus der Gnade, mit der Gott um Jesus Christus willen dem Menschen begegnet, wie es in den Lutherischen Bekenntnissen der Reformationszeit dargelegt wird. Diese Bekenntnisse sind für uns verbindlich.

Zentrum unsers Gemeindelebens sind die Gottesdienste. In jedem Gottesdienst feiern wir das Heilige Abendmahl. Von diesem Sakrament bekennen wir, dass wir im Brot und Wein Christi Leib und Blut erhalten. Das schenkt uns Vergebung der Sünden und Gemeinschaft mit Christus und untereinander. Für die Senioren besteht ein Seniorenkreis. Für die Kinder finden Kindergottesdienste, Christenlehre und Konfirmandenunterricht statt.